Pro & Contra

Pro:

Über die Biosphärenreservatsverwaltung ist eine Vernetzung aller regionalen Akteure möglich, die ohne Verwaltung nie zustande gekommen wäre. So werden Kräfte gebündelt.

In einem Biosphärenreservat ist es möglich, regionale Produkte aus Landwirtschaft und Handwerk gut zu vermarkten.

Ein Biosphärenreservat gilt als Großschutzgebiet. Großschutzgebiete haben bei Beantragung und Vergabe von Fördermitteln andere Möglichkeiten als Gebiete ohne Schutzstatus.

Durch die Einordnung ins Weltnetz der Biosphärenreservate wird die Südharzer Region bekannter. In vielen Veröffentlichungen und auf Webseiten wird kostenlos für den Südharz geworben.

Die UNESCO führt Erfolgskontrollen durch. Um bei diesen nicht durchzufallen, ist ein Stillstand der Region ausgeschlossen.

Biosphärenreservate tragen dazu bei, die Schönheit unserer Landschaft zu erhalten. Die Mitarbeiter tragen durch praktische Maßnahmen zu Pflege, Erhalt und Verbesserung des Landschaftsbildes bei.

Biosphärenreservate sind touristische Highlights. In Ausstellungen, auf Schautafeln oder bei geführten Wanderungen lernen die Besucher den Südharz kennen und sind begeistert.

In einem Biosphärenreservat wird Umweltbildung ganz groß geschrieben. Schon die Kleinsten werden mit den Besonderheiten der Region vertraut gemacht und lernen diese zu schätzen und zu schützen.

Biosphärenreservate sind geeignete Gebiete für Forschung und Monitoring. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen tragen zum Erhalt der Besonderheiten unserer Landschaft bei.

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Contra:

Dazu fällt dem Aktionsbündnis für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nichts ein!

3 Gedanken zu „Pro & Contra

  1. Pingback: Aktionsbündnis Pro Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

  2. Werte Mitglieder des Aktionsbündnisses,

    Wer hat eigentlich diese Region schon jahrhunderte geprägt, bewirtschaftet und so unseren Nachfahren hinterlassen so wie wir sie jetzt vorfinden ?
    Doch nicht die seit ein paar Jahren existierende „Biosverwaltung“ .
    Dieses Gebiet ist doch so wie es gewachsen ist, und wir brauchen doch nicht noch weitere Beschränkungen und Bestimmungen… einige Flächen sind auch privat und würden so still und heimlich Zwangsenteignet (schlimmer wie zu DDR – Zeiten).

    mfG. E.Förster

    • Werter Herr Förster,

      ein Biosphärenreservat ist kein Schutzgebiet im klassischen Sinne. Es schafft den Brückenschlag zwischen nachhaltiger wirtschaftliche Entwicklung und dem Schutz der Natur. Es soll vor allem eines, die durch Jahrhunderte lange Bewirtschaftung entwickelte Kulturlandschaft schützen. Zu schützen vor möglicherweise industriellem Raubbau verschiedener Güter oder einer zu intensivierten Bewirtschaftung, wie sie vor Jahrhunderten in der Form nicht möglich war.

      Ganz wichtig in diesem Zusammenhang, durch das Biosphärenreservat entstehen dadurch für Sie oder private Waldbesitzer etc. KEINE Beschränkungen. Das Biosphärenreservat besteht seit 2009! Die bisher geltenden Auflagen für das BioRes resultieren aus den bestehenden Schutzgebieten wie LSGs, NSGs und FFH-Gebieten. Diese bleiben in selbem Umfang mit und ohne Biosphärenreservat bestehen.

      Die UNESCO-Anerkennung bringt keine neuen Auflagen mit sich. Es ändert sich lediglich das „Label“, man bekommt eine Urkunde der UNESCO. Mit diesem wiederum kann national wie international viel besser geworben werden. Man könnte es als oberstes Gütesiegel für die Region ansehen. Der Südharz könnte nun in einem Atemzug mit Landschaften wie der Dordogne und Camargue in Frankreich oder den Galapagos-Inseln Ecuadors genannt werden, Landschaften einzigartiger Schönheit und Seltenheit bezüglich ihrer Ausprägung und Artenfülle. Und das dadurch erheblich mehr Gäste angelockt werden steht außer Frage.

      Bereits jetzt entdecken immer mehr Touristen die Naturschönheiten von Sachsen-Anhalt. Laut der MZ vom 06.02.2013 konnte allein im letzten Jahr die Zahl der Übernachtungen im Harz bis November um 5,2 % gesteigert werden. Sicher nicht ganz unbeteiligt daran ist auch das Biosphärenreservat, welches mit verschiedenen Marketing- und Werbeaktionen auf den Südharz aufmerksam macht. Von steigenden Touristenzahlen profitieren dabei maßgeblich das Gaststätten- und Hotelgewerbe, ihre zahlreichen Zulieferer z. B. der regionale Einzelhandel aber auch viele öffentliche Institutionen, seien es Museen, Freibäder und sonstige kulturelle Einrichtungen, welche ihrerseits ebenfalls wieder Arbeitsplätze schaffen können.

      Schlussendlich, NIEMAND wird zwangsenteignet. Dieses ist eine Falschaussage! Die 900 ha Kernzone sind bis auf 11 ha „Am Uhufelsen“ alles Landeswald. Die speziellen 11 ha dagegen waren bereits erstmalig per Gesetz zu Zeiten der Weimarer Republik geschützt, später zu DDR-Zeiten sowie nach der Wiedervereinigung erneut als NSG bestätigt worden, lange VOR Gründung des Biosphärenreservats. Auch ohne Biosphärenreservat würde ihr derzeitiger Schutzstatus erhalten bleiben und dabei weiterhin ihren Besitzern gehören. Auf der Bürgerversammlung am 13.02.2013 in Roßla hat Minister Dr. Aeikens den betroffenen Waldbesitzern darüber hinaus Gespräche über einen Flächentausch angeboten, was hier nicht unerwähnt bleiben sollte.

      Sollte das Land jemals erwägen, Menschen zwangszuenteignen, dann müsste dafür im Übrigen auch Entschädigung gezahlt werden. Vergleiche wie „schlimmer als zu DDR-Zeiten“ sind in diesem Zusammenhang mehr als deplatziert und polemisch.

      Zusammengefasst betrachtet, sind durch das Biosphärenreservat selbst sowie der angestrebten UNESCO-Anerkennung, allen Unkenrufen zum Trotz, keine negativen wirtschaftlichen Folgen erkennbar, die positiven Folgeaspekte dagegen umso mehr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Andreas Fritsch vom Aktionsbündnis

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