Am 03.04.13 schrieb Ronald Kopf an pro.biores.suedharz@gmail.com

Was denkt dieser Mann, wer er ist?

Wie kann ein Bürgermeister solch eine Aussage machen? Das grenzt schon an Arroganz!

Betr.: Unesco – Welterbe – Antrag,  Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz,

Mitteldeutsche Zeitung vom 20.03.2013 Aussage Herr Rettig:

„Es habe zwar Reaktionen auf der Internetseite und ein paar Schreiben gegeben, doch halte er die Unterschriften nicht belastbar, Gott und die Welt haben sich in die Listen eingetragen.“ 

Sind fast 6000 Unterschriften nicht belastbar? Es sind doch wahrscheinlich die meisten Unterschriften von Bürgern dieser Region. Ich dachte ein Bürgermeister muss für alle Bürger seiner Gemeinde ein offenes Ohr haben. Aber bei Herrn Rettig kommt mir das so vor, er ist nur für die Bürger da, welche seine Meinung vertreten und das nacherzählen was er vorgibt, (wie manche Gemeinderäte: Man darf im Biosphärenreservat keine Felder düngen, man darf in seinen Wald kein Holz machen). Herr Rettig sieht nur den Ort Rottleberode mit seinen zwei großen Betrieben, wobei sich ein Betrieb offen für das Biosphärenreservat bekannt hat. Für mich ist das kein Bürgermeister. Zu solch einen Bürgermeister kann ich mich nicht bekennen.   

Ronald Kopf

Südharz OT Roßla

 

Das Aktionsbündnis Pro Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ informiert:

Als Gast der Landtagssitzung in Magdeburg übergab Frau Dr. Bachmann vom Förderverein „Zukunft im Südharz“ e. V. im Namen des Aktionsbündnisses „Pro Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“ am 21.03.2013 alle bis dahin gesammelten 6930 Unterschriften pro UNESCO-Anerkennung und die Liste der 176 Bündnispartner an Herrn Minister Dr. Aeikens.

Landtag 21.03.13 

Alle Fraktionen des Landtags sind sich einig, dass ein Biosphärenreservat die Region voranbringt und verurteilten die von Fehlinformationen geprägte Vorgehensweise des Bürgermeisters aufs Schärfste.

Minister Dr. Aeikens zeigte sich bei der Landtagsdebatte zum Biosphärenreservat beeindruckt von den Reaktionen aus dem Südharz. Er stellte aber auch eindeutig fest, dass ohne die Zustimmung aller Gemeinden das Biosphärenreservat im Südharz keine Zukunft hat. Diese gibt es nur, wenn die Gemeinde Südharz den Antrag zur UNESCO-Anerkennung unterschreibt. 

Ein Bürgermeister vertritt die Gemeinde, der Gemeinderat ist die Vertretung der Einwohner (siehe Gemeindeordnung, § 44 und § 57). Die Einwohner der Gemeinde Südharz, die für den Erhalt des Biosphärenreservats sind, müssen jetzt ihre Vertreter an diese Tatsache erinnern und erwirken, dass der Beschluss geändert wird.

Letzte Chance für das Biosphärenreservat!

Mit deutlicher Mehrheit wurde in der Ratssitzung der Gemeinde Südharz am 27.02.2013 die Unterzeichnung des Antrags zur UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz abgelehnt. Als Grund werden befürchtete Einschränkungen der Wirtschaft in einem Biosphärenreservat angegeben.

Es heißt, ohne die Zustimmung der Gemeinde Südharz wird die Landesregierung den Antrag auf UNESCO-Anerkennung nicht einreichen.

Fünf Gemeinden haben Anteil am Biosphärenreservat. Vier Gemeinden (= 80%) haben den Antrag zur UNESCO-Anerkennung bereits unterschrieben. Ist es demokratisch zu verantworten, dass die Entscheidung der Gemeinde Südharz maßgeblich für das weitere Bestehen des Biosphärenreservats im Südharz ist?

Wir bitten alle Unterstützer, Bündnispartner und Wirtschaftsbetriebe, den letztendlichen Entscheidungsträgern in diesem Verfahren zu signalisieren:

Wir wollen es, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz!

Richten Sie bitte Ihre Kommentare und/oder Proteste an den

Bürgermeister der Gemeinde Südharz

Herr Ralf Rettig

Wilhelmstraße 4

06536 Südharz, OT Roßla

info@rossla.de

und als Kopie an das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt.

Dr. Hermann Onko Aeikens

Minister für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt

Leipziger Straße 58

39112 Magdeburg

PR@mlu.sachsen-anhalt.de

……………………………………………………………………………………………………………………….

………………………………………………………………………………………………………………………. 

.

PROTESTBRIEFE VON BÜRGERN UND BEWOHNERN DER GEMEINDE SÜDHARZ:

Ist das ein Mann, der kein eigenes Rückgrat hat? 

1

Abb. 1: Herr Bloßfeld am Naturlehrpfad (FOTO: MAIK SCHUMANN, MZ)

Der Ortsbürgermeister der Gemeinde Südharz OT Breitungen Herr U. Bloßfeld rühmt sich im Jahr 2010 über die gute Zusammenarbeit seines Ortes mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, wobei das Biosphärenreservat die dazugehörige Informationstafel und die Schutzhütte erbauen ließ, die vom Land finanziert wurden.

Im Jahr 2011 schickt er eine Präsentationsbroschüre „Unser Dorf hat Zukunft“ (Abb.2), in dem diese gute Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat noch einmal hervorgehoben wird, an den Kreis, um im Wettbewerb für sein Dorf zu punkten. 

2Abb. 2: Ausschnitt aus der Präsentationsbroschüre „Unser Dorf hat Zukunft“, Seite 24 ( Quelle: Ulrich Bloßfeld) 

.

Das Biosphärenreservat legt einen Rundwanderweg mit Aufsteller am Roten Berg an.

Alte Obstplantagen um Breitungen, z. B. „Am Hohen Stieg, Am Kirchberg, Am Mittelweg, An den Lichenstannen, An der Ziegelhütte,  Auf der Eichenleite“, werden vom Biosphärenreservat wieder urbar gemacht.

Zur 1050 Jahrfeier von Breitungen 2011 wird der Ort mit Rat, Tat und Geld vom Biosphärenreservat unterstützt.

Es wurde gesehen, dass Herr Bloßfeld sogar auf der Liste des Aktionsbündnisses pro Biosphärenreservat für den Antrag ins UNESCO-Welterbe unterschrieben hat und am 27.02.2013 bei der Abstimmung stimmt er dagegen.

Das kann man nicht verstehen. 

.

Über 5000 Stimmen des Aktionsbündnisses pro Biosphärenreservat werden einfach übergangen. Bei der anschließenden Diskussion verbietet Herr Bloßfeld der anwesenden Bevölkerung Fragen zum Biosphärenreservat zu stellen, da laut Gemeindeverordnung keine Fragen zu den behandelten Tagespunkten gestellt werden dürfen.

Warum gehe ich als Bürger dann in eine Versammlung wenn ich nicht über die Themen diskutieren darf?

Wer beschließt solch eine Verordnung?

Wo ist hier die Demokratie?

Haben die Gemeinderäte Angst keine Antworten zu wissen?

Das erinnert mich sehr an Versammlungen vor 1989 in der DDR

und wie dieses System endete hat die Geschichte gezeigt.

Gute Aussicht Südharz!!! 

.

Wie kommt diese Wende von Herr Bloßfeld?

Ist das ein Wendehals?

Hat er keinen eigenen Standpunkt?

Ist das Beeinflussung durch andere Personen?

Haben seine Informationsunterlagen Fehler gehabt?

Hätte er sich als Gemeinderatsvorsitzender, vor so einer wichtigen Entscheidung, einmal in der Verwaltung des Biosphärenreservates informieren müssen, was ein Biosphärenreservat ist, was so ein Antrag ins UNESCO-Welterbe beinhaltet und für die gesamte Region bedeutet und dass ein Biosphärenreservat sehr gut mit Industrie und Wirtschaft harmoniert?!

Ich verstehe das Verhalten dieses Mannes nicht! 

Ronald Kopf

Finkenweg 6

Südharz OT Roßla

Appell                                                                                          

Sehr geehrter Bürgermeister  Herr Rettig,

sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates der Gemeinde  „Südharz“, 

mit Bestürzung mussten wir, die  Landschaftsführer/innen des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz (Unterzeichnende), die Nachricht von der Versagung Ihrer Zustimmung zur Antragstellung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz bei der UNESCO wahr nehmen.

Damit bleibt der Karstlandschaft Südharz im Land Sachsen-Anhalt ein wichtiges Anerkennungskriterium und Qualitätssiegel versagt. 

In unserer Funktion als Landschaftsführer des Biosphärenreservates haben wir unser ehrenamtliches Engagement mit Leib und Seele dem Gedanken der nachhaltigen Umweltbildung gewidmet, wirken Identitätsfördern und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des sanften Tourismus im Südharz. Denn nur was der Mensch kennt, das lernt er auch schätzen. Die zahlenmäßig sehr gut besuchten, von der Biosphärenreservatsverwaltung und dem Karstwanderverein angebotenen  Wanderungen sind ein Indiz dafür, dass das Interesse an dieser einmaligen Landschaft wächst und dass sich die Bevölkerung zunehmend mit ihr identifiziert. 

Voraussetzung für die von uns angebotene Leistung war die Aneignung eines fachlich fundierten Wissens über diese einmalige Gipskarstlandschaft Südharz, die wir unsere Heimat nennen. Ein Wort, sehr geehrter Herr Rettig, das während all der Veranstaltungen, in denen wir zugegen waren und Sie auftraten, Ihrerseits  nicht ein einziges Mal Erwähnung fand.

Heimat – das ist für uns mehr als die flächenhafte Mehrung von Industrie- und Gewerbeflächen, Heimat ist die Verbundenheit mit den Menschen, der Natur, das ist Leben und Arbeiten in einer Umgebung, die uns am Herzen liegt, die wir bewahren und so entwickeln möchten, dass auch nachfolgende Generationen mit dem „Rohstoff Natur“ nachhaltig wirtschaften können.

In einem Biosphärenreservat kann der Mensch unter Beweis stellen, dass er es versteht zu wirtschaften, ohne seinen Lebensraum zu zerstören. Wir denken, das ist eine Aufgabe, der wir uns stellen sollten. Wir – das ist auch die Gemeinde Südharz. Die Grundlagen dafür sind gelegt, es wäre nunmehr an der Zeit, sie in diesem Sinne qualitativ zu stärken, an ihrer Vervollkommnung zu arbeiten und einen gemeinsamen Nutzen daraus zu ziehen. 

Die Unterzeichner dieses Schreibens fordern Sie hiermit auf, sich eingehend mit der Relevanz Ihres Handelns auseinander zu setzen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. 

Wir, die Landschaftsführer des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz, werden unsere ganze Kraft auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Landschaft, die unsere Heimat ist, über die Grenzen des Südharzes hinaus weiter bekannt gemacht wird. Wir werden der Bevölkerung und den Gästen auf unseren Wanderungen erzählen, welche Chancen die Anerkennung des Biosphärenreservates durch die UNESCO beinhaltet. Sie sind herzlich eingeladen, an unseren Führungen teilzunehmen und sich somit umfassend zu informieren und zu qualifizieren. 

Von der Landesregierung erwarten wir, dass sie durch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen die Biosphärenreservatsverwaltung weiterhin personell und finanziell unterstützt.

Es gilt nun, weitere Multiplikatoren zu gewinnen und die Menschen in der Region mitzunehmen auf dem Schritt in die richtige Richtung, die da heißt;

„Nachhaltige Bewirtschaftung und Wahrung des Naturerbes“. 

Bluschke, Monika

Blanke, Elke

Bolle-Katthöver, Katharina

Dapper, Alexandra

Dr. Bachmann, Urte

Helbing, Doris

Hesse, Belinda

Laube, Annegret

Linde, Elmar

Linke, Rita

Pfeiffer, Jutta

Stadel, Christine

Siebenhüner, Thea

Wedemeyer, Annette

Zeitschel, Lutz

Ziehme, Thomas 

.

Südharz, den 20.03.2013

01.04.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

RETTIG HADERT MIT DEM LANDTAG

01.04.2013 16:31 Uhr
Ralf Rettig
Ralf Rettig  (BILD: ARCHIV)
.
VON HELGA KOCH
Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig rechnet mit den Oppositionsparteien ab. Vor dem möglichen Bürgerbegehren zum Unesco-Antrag für das Biosphärenreservat will er die Bevölkerung aufklären.
.
SÜDHARZ/MZ. Es war die erste Gemeinderatssitzung nach dem deutlichen Nein aus dem Südharz zum Unesco-Antrag fürs Biosphärenreservat. Und es war für Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig (CDU) zugleich die Gelegenheit zur Abrechnung mit dem Landtag in Magdeburg. Hatte er doch vor wenigen Tagen als Zuschauer die rege Debatte verfolgt und sich heftige Kritik von allen Seiten anhören müssen, als die Landtagsabgeordneten zwar die Entscheidung der Gemeinde Südharz akzeptierten – und trotzdem einhellig dafür stimmten, am Ziel der Unesco-Anerkennung festzuhalten.
.

„Polemik und Unwissenheit“ 

Rettig zog nun selbst vom Leder. Den Rednern der Oppositionsparteien warf er vor, „mit viel Polemik und Unwissenheit“ aufgetreten zu sein. Sie hätten noch immer nicht begriffen, dass man seit 23 Jahren die kommunale Selbstverwaltung habe. Schließlich habe seinerzeit Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) selbst zugesagt, es werde den Antrag an die Unesco nur im Einvernehmen mit den Gemeinden, der Wirtschaft, den Bauern und der Kreisverwaltung geben. Vergleiche mit anderen Biosphärenreservaten seien unpassend, vielmehr befürchte er wie in der thüringischen Röhn ein „Sterben auf Raten.“ Es sei traurig, wetterte Rettig, dass sich der Landtag Sachsen-Anhalts über die Region hinwegsetzen wolle, ohne sich mit der Basis auseinanderzusetzen – was freilich so nicht stimmt, denn Minister oder Staatssekretäre waren in den vergangenen Jahren mehrfach in Südharz – auch und gerade wegen des Biosphärenreservats. Aus Rettigs Sicht sei Unweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) schuld, weil er die von der Gemeinde Südharz geforderte Vereinbarung nicht unterschrieben habe. „Der Minister hat klar gesagt, die Nachteile werden kommen“, sagte Rettig.

Bevölkerung spaltet sich

Eventuell müsse man noch mal die Bevölkerung aufklären. Denn es sei ja von einem Bürgerbegehren die Rede, und zurzeit spalte sich die Bevölkerung in Gegner und Befürworter. Es sei „beschämenswert, wie der Landtag versucht, das Bürgerbegehren zu unterstützen“, sagte Rettig zur MZ. Die Landesregierung und die Landespolitiker wollten „einfach nur auf Wolke sieben sein und ihre Macht erhalten“. Und es sei eine „Schweinerei“, dass er als Bürgermeister unter Druck gesetzt werde. Ein „hoher Politiker“ habe ihm gesagt, das Biosphärenreservat müsse kommen, sonst müsse die Gemeinde damit rechnen, keine Fördermittel mehr zu erhalten.

Im Gemeinderat gab es zu dem strittigen Thema diesmal aber keine Debatte. Einzig Wolfgang Krause (parteilos) aus Breitenstein meldete sich zu Wort und fand, wegen des Biosphärenreservats „brauchen wir uns nicht heiß machen.“

Quelle: www.mz-web.de

An die Minister der Landesregierung Sachsen- Anhalt.

Bitte halten Sie am Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz fest.

Lassen Sie es nicht in den Schubladen verschwinden, auch wenn es Ihnen nach dieser fraglichen Gemeinderatsentscheidung fast unmöglich ist.

Dem „Bürgermeister“ Herr Rettig geht es nur um seinen Heimatort Rottleberode und die das Biosphärenreservat ablehnenden Gemeinderäte sehen nur ihre eigenen angeblichen Nachteile, die nicht stimmen. Viele Gemeinderäte haben sich, meiner Meinung, nicht richtig informiert und erzählen das nach, was sie vorgesagt bekommen.

Werte Landesregierung, schützen Sie diese einzigartige Natur, sie braucht Ihren Schutz.

Werte  Minister,  treffen Sie eine opportune, eine weise Entscheidung! 

Thomas Hartnauer

Südharz OT Rossla

11.03.2013

An den Gemeinderat und die Landesregierung.

Als Einwohner des Ortsteils Roßla und echter Camping-Fan, der schon viel in Deutschland und im Ausland unterwegs war (u.a. auch in Biosphärenreservaten) möchte ich mir erlauben zu sagen, dass meine Heimat durchaus mit anderen Regionen, die den UNESCO-Status haben, vergleichbar ist und dass das Potential für den Ausbau des Wirtschaftszweiges Tourismus vorhanden ist. Wir können und wollen hier mehr draus machen! 

Deshalb halte ich die Entscheidung der Gemeinde Südharz für eine klare Fehlentscheidung, die den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung nicht widerspiegelt. 

Deshalb möchte ich die Landesregierung bitten, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nicht fallen zu lassen. Die Mitarbeiter des Biosphärenreservates und die vielen engagierten Bürger haben das nicht verdient! 

Herr Rettig und seine Neinsager sind meiner Meinung nach nicht in der Lage, die Situation sachgerecht einzuschätzen und schaden der gesamten Region. 

Die einzigartige Natur, die Menschen, vor allen unsere Kinder, und die gesamte Region brauchen das Biosphärenreservat mehr als den Gemeinderat. 

Es ist deshalb eine Aufgabe unserer Landesregierung, wie es mit uns nun weitergeht und wo so ein Bürger wie ich leider keinen Einfluss hat. 

Treffen Sie eine weise Entscheidung!

Dominik Müller

Amselweg 6

06536 Südharz OT Roßla

25.03.2013 – Landtag Sachsen-Anhalt

Alles spricht für das Biosphärenreservat, nur die Gemeinde Südharz ist dagegen

Sowohl die Fraktionen DIE LINKE, als auch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie die Koalition aus CDU und SPD haben je einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem sich die Abgeordneten für die UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz einsetzen. Der Gemeinderat Südharz hatte sich am 27. Februar gegen die Beantragung des besagten Biosphärenreservat-Titels nach UNESCO-Kriterien entschieden, wodurch die Bewerbung um eine Anerkennung zunächst nicht mehr möglich ist. Zwar entschied sich die Mehrheit des Plenums für den Alternativantrag von CDU und SPD, im Grundtenor stimmten alle Fraktionen aber überein. Es bleibt das weitläufige Ziel der Abgeordneten, die Karstlandschaft nach UNESCO-Kriterien bestimmen zu lassen.
.

An UNESCO-Ziel festhalten

Die Linken wollen alles daran setzen, ein erfolgreiches Anerkennungsverfahren einzuleiten und wollten deswegen die Landesregierung beauftragt wissen, alle Möglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen, die dazu beitragen, dieses Ziel zu verwirklichen. Unter dem Aktionsbündnis Pro BioRes haben sich mittlerweile 135 Bündnispartner zusammengefunden, darunter 96 Unternehmen. Über 5.000 Unterschriften wurden zur Unterstützung des UNESCO-Antrages bereits gesammelt. Dies ist die direkte Antwort auf den Gemeinderatsbeschluss der Einheitsgemeinde Südharz, durch den eine Bewerbung um Anerkennung als Biosphärenreservat nach UNESCO-Kriterien zunächst unmöglich geworden ist. Neben der breiten Unterstützung durch Anwohner vor Ort, haben sich alle am Bewerbungsverfahren beteiligten Nachbargemeinden für ein UNESCO-Biosphärenreservat ausgesprochen. Die Bewerbung kann aber nur bei Einstimmigkeit eingereicht werden. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Südharz stünden nun vor dem Schritt, ein Bürgerbegehren/einen Bürgerentscheid herbeizuführen, das/der den Beschluss des Gemeinderates überstimmt, sagte André Lüderitz (DIE LINKE). Auch der Landtag solle sich eindeutig zum Erhalt des Biosphärenreservats Südharz bekennen, forderte der Linke-Politiker. Bei diesem Bemühen sollten die folgenden Problemkreise in den zukünftigen Ausschusssitzungen zu beachten sein: ein Projekt-Zeitfenster, das über das Jahr 2013 hinausblickt, die Haushaltssicherung für das Projekt ab 2014 und die Verbesserung der Kommunikation vor Ort, wobei vor allem der verabschiedete Landtagsbeschluss, positive Schreiben anderer Gemeinden sowie positive Beispiele anderer UNESCO-Regionen eine Rolle spielen sollten.
.

Sinnhaftigkeit nicht ausreichend kommuniziert

Die Karstlandschaft Südharz stellt auch für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen unverzichtbaren Bestandteil in der Naturschutzstrategie des Landes Sachsen-Anhalt dar. Mit einem separaten Antrag setzten sie sich unter anderem dafür ein, dass der Landtag die Biosphärenreservate als Modelllandschaften für nachhaltige Entwicklung anerkennt. Naturverträgliche und nachhaltige Nutzungsformen sollten dort erprobt werden. Der Gemeinderatsbeschluss stellt für Dietmar Weihrich (Grüne) die Konsequenz aus dem Nichthandeln der Landesregierung dar. Eine breite Akzeptanz der UNESCO-Bewerbung konnte durch die Landesregierung nicht erreicht werden, Inhalte und Konzepte seien nicht ausreichend kommuniziert worden. Ein deutlich positives Zeichen sei aber, dass sich alle Nachbargemeinden für eine UNESCO-Anerkennung aussprächen. Die Karstlandschaft sei ein weltweit einzigartiges Gebilde und daher UNESCO-würdig, der Titel würde vielfältige positive Effekte für die Region bedeuten: So würde sie bekannter und zöge neue Touristen an, auch die Vermarktung regionaltypischer Produkte sei möglich, sagte Weihrich. Die Zweifler vor Ort hätten nicht davon überzeugt werden können, dass es sich bei den Biosphärenreservaten um mehr als nur Schutzgebiete, sondern um Modelllandschaften für eine nachhaltige Nutzung handele. Auch hier könnten neue Gewerbe- und Industriegebiete erschlossen werden. „Ein Scheitern der UNESCO-Anstrengungen wäre eine Bankrotterklärung der Naturschutzpolitik des Landes“, erklärte Weihrich. Es bedürfe eines klaren Bekenntnisses zum Biosphärenreservat.
.

Votum der Region berücksichtigen

Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens betonte, dass Wirtschaft und Handel beispielsweise im UNESCO-Gebiet Elbe blühen und gedeihen. Auch der Südharz sei durch seine einmalige Gipslandschaft prädestiniert für einen solchen Titel. Doch der Gemeinderat Südharz wolle den Antrag nicht mitzeichnen. „Die Ablehnung stößt auf Unverständnis“, sagte der Minister, denn die Chance auf den UNESCO-Titel und die Aufwertung der Region werde einfach liegengelassen. „Es wurde bis zuletzt mit der Gemeinde gerungen“, versicherte Aeikens, „doch es gibt hier einfach Leute, die sich nicht überzeugen lassen wollen.“ Die Entscheidung sei demnach nicht Ergebnis mangelnder Kommunikation seitens der Landesregierung und folglich auch nicht die Bankrotterklärung der Naturschutzpolitik der Landesregierung, sondern die Entscheidung einer einzelnen Gemeinde. Ohne die Einheitsgemeinde Südharz könne der Antrag nicht abgeschickt werden. Das Votum gegen die Antragsstellung sei als Votum gegen das Biosphärenreservat an sich zu werten. Aeikens stellte das breite Aktionsbündnis lobend heraus. Die Willensbekundungen aus der Region dürften nicht übersehen werden – diesem Votum dürfte sich auch die Gemeinde Südharz nicht verschließen, zumal Informationen, wonach Holz- und Landwirtschaft nicht mehr oder nur unter Auflagen möglich seien, sich als unzutreffend herausgestellt hätten.
.

Am Vorhaben festhalten

CDU und SPD brachten einen Alternativantrag in den Landtag ein, durch den die Landesregierung auch weiterhin das Ziel einer UNESCO-Anerkennung für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz verfolgen und das bürgerschaftliche Engagement in der Region für ein UNESCO-Biosphärenreservat unterstützen soll. Es gehe um nichts anderes als die Zukunft des Reservats, betonte Nadine Hampel (SPD). Die UNESCO-Anerkennung sei eine Möglichkeit, eine nachhaltige Regionalwirtschaft zu etablieren und somit positive Effekte beim Mittelstand zu bewirken. Es gebe deutlich mehr Befürworter als Gegner auch in der Gemeinde Südharz, ist sich Hampel sicher. Die Region stehe hinter dem Biosphärenreservat, was das schnell gegründete Aktionsbündnis beweise. Der Gemeinderatsbeschluss werde von der SPD zur Kenntnis genommen, aber nicht überbewertet. Hampel kritisierte die falsche Behauptung von wirtschaftlichen Nachteilen (in der Holz- und Landwirtschaft), überdies habe es in den vergangenen Wochen viele unqualifizierte Behauptungen gegeben. Im Gegenzug sei es vor Ort nicht gelungen, die positiven Gründe vorzutragen. „Wir brauchen die Zustimmung aller Gemeinden, deshalb müssen wir Mut, Kraft und Geduld aufbringen und an dem Vorhaben festhalten“, gab sich Nadine Hampel kämpferisch.
.

Argumente schärfen und die Menschen überzeugen

Mensch und Biosphäre gingen eine enge Verbindung ein, erklärte Thomas Leimbach (CDU) und betonte, dass das Projekt nur mit den Menschen vor Ort umzusetzen sei. 1992 hatte sich der Landtag erstmals für die Schaffung eines Biosphärenreservats im Südharz ausgesprochen und dieses Vorhaben in den Jahren 1999, 2000 und 2007 bekräftigt. Vor mittlerweile zehn Jahren sei sogar eine Reservatsverwaltung installiert worden. Seit langer Zeit werde an der Vorbereitung für die UNESCO-Anerkennung gearbeitet, da hinein spielte auch die Ernennung des Gebietes zum Biosphärenreservat nach Landesrecht (als eine Vorstufe zur Anerkennung) im Jahr 2009. Leimbach wies auf die unglaubliche Zahl an Gesprächen mit den Verantwortlichen hin, die letztlich am erpresserischen Potenzial einer einzelnen Gemeinde gescheitert seien. Man habe vor Ort diese wunderbare sich bietende Chance nicht verstanden. Es handle sich nicht um ein Scheitern der Regierung, sondern um ein Scheitern der Gemeinde Südharz. „Sie setzt aufs Spiel, was wir für zukunftsweisend halten“, sagte Leimbach enttäuscht. Es habe in den zurückliegenden Jahren einen großen Mitteleinsatz und enormes Engagement seitens der Landesregierung gegeben. Nun heiße es, noch stärker und engagierter darum zu kämpfen, die Menschen vor Ort zu überzeugen. Dabei solle nicht von oben herab Politik gemacht werden, sondern es müssten die Argumente geschärft und die Menschen überzeugt werden.
.

AHA hält Ausweisung des UNESCO-Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz für dringend geboten

27. März 2013 – Posted in Presseerklärungen – Permalink

Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt eindeutig den Vorstoß der Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt zur Ausweisung des ca. 30.034 Hektar großen Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz als UNESCO-Biosphärenreservat. Dieses von einer vielfältigen Fauna und Flora, geologischen Raritäten und kulturhistorischen Besonderheiten geprägte Gebiet am Rande der Goldenen Aue bedarf eines länderübergreifenden Schutzes mit internationalen Schutzstatus. Eine Stärkung des Schutzstatus des Südharzes ergäbe sich zudem aus der Tatsache, wenn der Freistaat Thüringen und das Land Niedersachsen sich der Ausweisung anschließen würden, welche aus einer umfassenden und vielfältig geprägten Landschaft aus Karstgebieten, weitläufigen Buchenwäldern, Äckern, Streuobstwiesen, der Auenlandschaft der Thyra sowie Wiesen besteht.

In dem Blickfeld verurteilt der AHA die Entscheidung der 23.638 ha großen Gemeinde Südharz sich nicht der Schutzausweisung als UNESCO-Biosphärenreservat anzuschließen. Somit klammert sich diese Gemeinde aus einer Entwicklung aus, welche neben dem Natur- und Landschaftsschutz, auch Chancen für einen sanften, umwelt-, natur- und landschaftsverträglichem sowie bildungsorientiertem Tourismus eröffnet. Daher appelliert der AHA an die Gemeinde Südharz ihre Auffassung zu revidieren und sich zukunftsorientiert für die Schutzausweisung als UNESCO-Biosphärenreservat zu entscheiden.
Nach Auffassung des AHA wäre sogar eine Einbeziehung des Kyffhäuser Gebirges mit der vorgelagerten Helmeaue bis Sangerhausen sowie die Heranführung nordwestlichen Grenzen des geplanten Biosphärenreservates bis an das Naturschutzgebiet Oberes Selketal in dem Abschnitt zwischen Güntersberge und Strassberg heran sehr sinnvoll. Somit besteht die ökologisch sehr bedeutsame Möglichkeit der Schaffung eines großen ausgedehnten und gesicherten Biotopverbundraumes. Zudem drückt sich somit die Sicherung, der Schutz, der Erhalt und die Betonung einer landschaftlichen, ökologischen, kulturellen, historischen und archäologischen Vielfalt aus.
Der AHA wäre auch bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten, eine entsprechende ehrenamtliche Regionalgruppe zu bilden.

Quelle: www.aha-halle.de

25.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

WALDBESITZER ZUM GESPRÄCH IM MINISTERIUM

25.03.2013 13:47 Uhr
 
VON HELGA KOCH
Das Land bietet den Waldbesitzern den Kauf von Flächen in Kernzone des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz an. Drei der Waldbesitzer waren zu einem Gespräch ins Ministerium gekommen.
.

ROSSLA/MAGDEBURG/MZ. Private Waldeigentümer, denen Splitterflächen innerhalb der Kernzone des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz gehören, können jetzt ihre Flurstücke an das Land Sachsen-Anhalt verkaufen. Das hat Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) in einem Gespräch angeboten, sagte der Abteilungsleiter für Naturschutz und Forsten im Ministerium, Peter Wenzel.

Vermessung teurer als Flächen

Ob die Waldbesitzer verkaufen wollten, sei jedoch offen. Er habe vorgeschlagen, so Wenzel, das ausführlich in einer Versammlung der Wickeröder Forstbetriebsgemeinschaft zu besprechen. An dem Gespräch in Magdeburg hätten drei der eingeladenen Waldbesitzer teilgenommen.

In der 918 Hektar großen Kernzone des Biosphärenreservats befinden sich knapp zwölf Hektar Wald in Privathand, der „Rest“ gehört dem Land. Bei den privaten Flächen handelt es sich um Teile von 28 Flurstücken, hauptsächlich in der Plateaulage des Uhufelsens. Diese Flurstücke haben jedoch eine Gesamtgröße von über 50 Hektar. Das Land würde allerdings, wenn die Eigentümer zustimmen sollten, diese Flurstücke dann vollständig kaufen – und nicht nur den Anteil innerhalb der Kernzone. „Würde man die Flurstücke teilen, müsste man das alles noch vermessen“, sagte Wenzel, „und dann wären die Vermessungskosten teurer als die Flächen.“ Wie viel die Waldbesitzer für die Flächen gezahlt bekämen, könne er nicht sagen: „Dazu würde eine Waldbewertung erfolgen.“

Mit der Einladung der Privatwaldbesitzer hat Aeikens sein Versprechen gehalten. Er hatte in einer Informationsveranstaltung zum möglichen Unesco-Antrag für das Biosphärenreservat in Roßla zugesagt, persönlich mit den Waldbesitzern zu sprechen, denen Teilflächen innerhalb der Kernzone gehören.

Regierung hält am Ziel fest

Allerdings hat inzwischen der Südharz-Gemeinderat den Antrag an die Unesco auf Anerkennung des Reservats abgelehnt. Der Landtag hat sich danach erneut mit dem Thema beschäftigt und einstimmig beschlossen, dass die Regierung die Unesco-Anerkennung dennoch als Ziel weiterverfolgen solle. Möglicherweise will das Aktionsbündnis für das Biosphärenreservat dazu ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen.

Quelle: www.mz-web.de

21.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

AEIKENS HOFFT AUF BÜRGERENTSCHEID FÜR BIOSPHÄRENRESERVAT

21.03.2013 15:00 Uhr
.
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hält trotz der Ablehnung des Gemeinderates Südharz an der Unesco-Anerkennung des Biosphärenreservats …
.
Magdeburg. Der Landtag von Sachsen-Anhalt hält trotz der Ablehnung des Gemeinderates Südharz an der Unesco-Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz fest. Er forderte am Donnerstag in Magdeburg die Landesregierung auf, das Ziel weiter zu verfolgen. Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) sagte, er setze auf ein erfolgreiches Bürgerbegehren in der Gemeinde Südharz, das eine Bürgerinitiative in der Region plane. «Ich wünsche dem Bürgerbegehren alles Gute, dass das erfolgreich wird.» Aeikens will dieses Ergebnis abwarten, bevor eine Entscheidung über die vom Land finanzierte Reservats-Verwaltung getroffen wird.
.
Auf Dauer könne es aber kein Biosphärenreservat im Südharz ohne die Unesco-Anerkennung geben. Für die Anerkennung ist die Zustimmung der Region notwendig. Seit Jahren strebt das Land die Errichtung des Biosphärenreservats an. Vier der fünf beteiligten Gemeinden haben dem bisher zugestimmt. Der Gemeinderat Südharz hatte dagegen nach langen Verhandlungen mit dem Umweltministerium am 27. Februar ein Biosphärenreservat endgültig abgelehnt. (dpa/sa)
.
Quelle: www.mz-web.de

Pressemitteilung: SPD – Nadine Hampel

21.03.2013

UNESCO-Biosphärenreservat

Hampel: SPD wirbt gemeinsam mit den Fraktionen des Landtags weiter für Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

Auf der heutigen Sitzung des Landtages wurde deutlich, dass alle Fraktionen die Karstlandschaft Südharz zum UNESCO-Biosphärenreservat erheben wollen. Die Karstlandschaft und ihre Biotope sind einmalig. Das sind hervorragende Gründe für die Errichtung eines Biosphärenreservats. Der Gemeinderat der Gemeinde Südharz hatte das Vorhaben abgelehnt. Aller Fraktionen warben jedoch wegen der Bedeutung für die Region weiterhin für das Vorhaben.

Dazu erklärte Nadine Hampel, Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion der Region: „Mit großem Bedauern haben wir die Entscheidung des Gemeinderates zum Biosphärenreservat Südharz zur Kenntnis genommen. Diese spiegelt nach unserer Erfahrung aber nicht die mehrheitliche Auffassung in der Region wider. Vier der fünf Gemeinden haben sich deutlich für eine Beantragung der UNESCO-Anerkennung ausgesprochen.

In den zurückliegenden Jahren haben wir mit großer Unterstützung aus der Region viel im Südharz bewegen können. Die Anerkennung des Biosphärenreservates durch die UNESCO bietet große Chancen für die regionale Entwicklung. Der Tourismus, das Handwerk und die Landwirtschaft sollen und wollen diese Chancen nutzen. Wir wollen deshalb an der UNESCO-Anerkennung festhalten und das Biosphärenreservat mit den Menschen vor Ort entwickeln.

Dazu soll in den kommenden Wochen und Monaten die Zeit genutzt werden, um durch einen intensiven Dialog für eine Zustimmung der Gemeinde zu werben.“

Quelle: www.spd-lsa.de

21.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

UMWELTMINISTER UNTER DRUCK

21.03.2013 23:31 Uhr

Die Grünen machen Aeikens verantwortlich für die Ablehnung des Unesco-Titels durch die Gemeinde Südharz.
.
MAGDEBURG/MZ/GAU. Der Unesco-Titel für das Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ ist nach dem Nein des Südharzer Gemeinderates zunächst in weite Ferne gerückt. Gestern geriet im Landtag Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) deswegen unter Druck. Grünen-Umweltexperte Dietmar Weihrich warf ihm vor, nicht genug für den Titel geworben zu haben. „Die Landesregierung ist gescheitert, Akzeptanz zu schaffen.“ Wenn die Unesco-Anerkennung nun misslinge, falle das auf Aeikens zurück. „Das wäre eine Bankrotterklärung für die Naturschutzpolitik des Landes“, sagte Weihrich. Er mutmaßte, das passe der Regierung ins Kalkül. „Das ist eine Unverschämtheit, Herr Weihrich!“, brüllte Aeikens dazwischen.

Das Land sei der Gemeinde soweit wie möglich entgegen gekommen. „Es gibt Leute, die wollen sich nicht überzeugen lassen“, sagte Aeikens. Er spielte damit auf den Bürgermeister der Gemeinde Südharz, Ralf Rettig (CDU), an. Dessen Gemeinderat hatte Ende Februar nach langen Verhandlungen mit dem Umweltministerium im Gegensatz zu den anderen vier beteiligten Kommunen ein Biosphärenreservat endgültig abgelehnt. Rettig befürchtet durch den Unesco-Titel Einschränkungen für die wirtschaftliche Entwicklung. Für die Anerkennung durch die Unesco ist aber die Zustimmung der gesamten Region notwendig.

Der Landtag beschloss zwar, die Regierung solle weiter den Titel anstreben. Aeikens will aber zunächst abwarten. Er verwies auf ein Aktionsbündnis, das den Ratsentscheid mit einem Bürgerbegehren aufheben wolle. „Der Ball liegt vor Ort, dort müssen die Entscheidungen getroffen werden.“

Quelle: www.mz-web.de

21.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

BIOSPHÄRENRESERVAT – BÜRGERMEISTER ALS BUHMANN

21.03.2013 19:13 Uhr
Karte Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Das Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ ist eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung.  (BILD: MZ)
A
Von Kai Gauselmann und Jan-Ole Prasse.
Harsche Kritik erfolgte am Donnerstag an der Gemeinde Südharz im Magdeburger Landtag. Die Regierung wartet aber das Bürgerbegehren zum Unesco-Titel ab. Bürgermeister Ralf Rettig demonstriert Gelassenheit.
A
MAGDEBURG/MZ. Ganz Mansfeld-Südharz will das Unesco-Biosphärenreservat. Ganz Mansfeld-Südharz? Nein: Eine kleine Gemeinde leistet Widerstand… So ungefähr, wie die Beschreibung Galliens in den Asterix-Comics, skizzierten die Redner im Landtag am Donnerstag die Situation nach dem umstrittenen Nein des Südharz-Gemeinderates zum Unesco-Biosphärenreservat. Nur, dass die widerspenstigen Südharzer quer über alle Fraktionsgrenzen hinweg nicht als Helden gesehen wurden. Der CDU-Abgeordnete Thomas Leimbach etwa beklagte „Vorurteile, Mutmaßungen und Spekulationen“. Das Land habe sich dem „erpresserischen Potenzial einer einzelnen Gemeinde soweit gebeugt, wie es möglich war“, so Leimbach.

Wer erwartet hatte, dass sich der Landtag über das Votum des Gemeinderates hinwegsetzt und den prestigeträchtigen Unesco-Titel bewirbt, wurde enttäuscht. Das Parlament beschloss zwar einstimmig, dass die Regierung die Unesco-Anerkennung als Ziel weiterverfolgen solle. Konkrete Folgen hat das aber zunächst nicht. Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) sagte: „Der Ball liegt jetzt vor Ort, dort müssen die Entscheidungen getroffen werden.“ Das Aktionsbündnis für das Reservat wolle mit einem Bürgerbegehren den Gemeinderat zu einer erneuten Befassung zwingen. Das werde das Land erstmal abwarten. „Ein positives Votum der Gemeinde ist über die Bürgerschaft herstellbar“, sagte Aeikens. Er wünschte dem Aktionsbündnis dafür schlicht: „Viel Glück!“

Mangels eigener Initiative geriet die Debatte am Donnerstag vor allem zu einer Abrechnung mit dem Südharzer Rat. „Bis über die Landesgrenzen hinaus sorgt diese Entscheidung für Unverständnis“, sagte Aeikens. Das Land sei der Gemeinde in Verhandlungen „soweit irgend möglich“ entgegen gekommen. Woran eine Einigung gescheitert ist? „Es gibt Leute, die wollen sich nicht überzeugen lassen“, sagte Aeikens. Auch wenn der Minister keinen Namen nannte, war klar, wen er meinte: Bürgermeister Ralf Rettig (CDU). Er und Aeikens hatten verhandelt. Laut einem Ministeriumssprecher hat Rettig dabei die Garantie verlangt, dass der Gemeinde keinerlei wirtschaftliche Nachteile entstehen. Das habe man aber nicht so pauschal und für nachfolgende Landesregierungen bindend zusagen können.

Der Umwelt-Experte der Linken, André Lüderitz, sprach von Rettig als „sehr uneinsichtigem CDU-Bürgermeister“ und warf ihm eine „unzureichende Information der Gemeinderatsmitglieder“ vor. Die SPD-Abgeordnete Nadine Hampel versicherte, die meisten Bewohner der Region wollten den Unesco-Titel. „Es gibt deutlich mehr Befürworter als Gegner – auch in Südharz.“ Der Grünen-Umweltexperte Dietmar Weihrich warb damit, dass der Status die Region in eine Reihe Stelle mit den Rocky Mountains und den Hawaii-Inseln.

All dies, die Kritik und das Locken, erlebte Bürgermeister Rettig auf der Besuchertribüne des Parlaments. Er schob den schwarzen Peter zurück. Eine Einigung sei am Minister gescheitert. Von der Debatte und einem möglichen Bürgerbegehren gab sich Rettig unbeeindruckt: „Das Thema ist jetzt erstmal abgeschlossen.“

Quelle: www.mz-web.de

20.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

Karstlandschaft Südharz – Unesco-Anerkennung erst später?

20.03.2013 13:05 Uhr | Aktualisiert 20.03.2013 17:58 Uhr
Die Karstlandschaft Südharz soll Unesco-Weltkulturerbe werden. Hier ein Blick auf Questenberg.

Die Karstlandschaft Südharz soll Unesco-Weltkulturerbe werden. Hier ein Blick auf Questenberg. (BILD: LUKASCHEK/ARCHIV)

VON HELGA KOCH
Der Landtag von Sachsen-Anhalt wird sich morgen mit dem künftigen Status der Karstlandschaft Südharz beschäftigen. Scheinbar halten die Fraktionen am Unesco-Antrag fest.
A

ROSSLA/MAGDEBURG/MZ. Hinter den Kulissen glühen die Drähte: Offensichtlich halten alle Landtagsfraktionen mehr oder weniger übereinstimmend an dem Vorhaben fest, bei der Unesco die Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz als Weltnaturerbe zu beantragen. Das Thema wird morgen den Landtag Sachsen-Anhalt beschäftigen; ihm gehören auch die Landtagsabgeordneten Nadine Hampel (SPD) aus Riethnordhausen und André Schröder (CDU) aus Sangerhausen an. Wie es allerdings mit dem Reservat und der Verwaltung in Roßla weitergehen könnte, ist bisher ebenso offen wie ein möglicher Zeitplan.

Dass sich der Landtag mit dem Thema befassen wird, geschieht aus gutem Grund. Schließlich hatten CDU und SPD seinerzeit im Koalitionsvertrag vereinbart, den Unesco-Antrag für das Reservat zu stellen – freilich nur, wenn alle beteiligten Kommunen zustimmen würden. Doch während Allstedt, Sangerhausen und die Verbandsgemeinde Goldene Aue den Antrag befürworteten, sprach sich der Südharz-Gemeinderat vor drei Wochen mit deutlicher Mehrheit dagegen aus. Postwendend hatte Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) alle Veranstaltungen des Reservats absagen lassen, revidierte dies aber kurz darauf.

Biosphärenreservat «Karstlandschaft Südharz»Biosphärenreservat «Karstlandschaft Südharz».  (BILD: MZ-GRAFIK)

Wie es aus dem Umweltministerium hieß, soll das „Biores“ am morgigen Donnerstag, 21. März, ab 11.55 Uhr auf der Tagesordnung stehen. Für die Landtagssitzung haben sowohl die Fraktionen der Linken als auch der Bündnisgrünen eigene Anträge vorbereitet. Wie Dietmar Weihrich von den Bündnisgrünen sagte, gebe es keine Fristen für die internationale Anerkennung derartiger Reservate: „So kann dann zu einem späteren Zeitpunkt die Unesco-Anerkennung erreicht werden.“ Die Linken sprechen sich dafür aus, „alle Möglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen“, um die Unesco-Anerkennung zu erreichen.

Von den Regierungsfraktionen wird ein gemeinsamer Antrag erwartet. Man wolle in der Sitzung einen Beschluss zum Thema Biosphärenreservat herbeiführen, kündigte Schröder an, der auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Landtag ist. „Aufgrund der Chancen, die sich durch ein Biosphärenreservat für eine Region ergeben, soll die Landesregierung beauftragt werden, weiter nach Möglichkeiten zu suchen, die bestehenden Bedenken in der Region auszuräumen oder gegebenenfalls nach Alternativen zu suchen.“

Für Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig (CDU), der sich seit Jahren vehement gegen das Reservat ausgesprochen hat, ist hingegen „das Ding erst mal abgehakt“. Es habe zwar Reaktionen auf der Internetseite und ein paar Schreiben gegeben, doch halte er die Unterschriftensammlung für „nicht belastbar“: „Gott und die Welt haben sich in die Listen eingetragen.“

Quelle: www.mz-web.de

Bürgermeister der Gemeinde Südharz

Herr Ralf Rettich

Wilhelmstraße 4

06536 Südharz, OT Roßla                                               Aschersleben, 6.3.2013

.

Sehr geehrter Bürgermeister der Gemeinde Südharz Herr Rettich,

sehr geehrte Gemeinderatsmitglieder,

.

wir, Familie Axel Dirnberger und Silvana Dirnberger fordern Sie auf, die Ablehnung des Antrages zur UNESCO- Anerkennung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz noch mal zu überdenken. Sie haben wohl ganz vergessen, dass Sie nicht mehr nur Bürgermeister von Rottleberode sind sondern nun mehr oberster Bürgervertreter einer Einheitsgemeinde Südharz, die sich aus mehreren Ortschaften zusammensetzt. Sie machen sich für eine wachsende Industrie in Rottleberode stark. Aber vergessen dabei, dass es auch noch andere Interessenvertretungen in der Gemeinde Südharz gibt, außer die der Holzindustrie. Sie als Vertreter des Volkes sollten doch ein Ohr für alle Belange in ihrer Gemeinde haben. Uns kommt es aber so vor, dass an den Wünschen, Hoffnungen, Ideen vieler Bewohner der Gemeinde vorbeigeplant wird.

Die Gemeinde Südharz hat noch mehr zu bieten als Industrie und Gewerbe. Wo bleibt ihre Weitsichtigkeit anderen Wirtschaftszweigen, außer der holzverarbeitenden Industrie gegenüber? Weil in Rottleberode seit Jahren die Entwicklung des Tourismus im Keim erstickt wird, und Angebote des Biosphärenreservates grundsätzlich ignoriert werden, soll das in den anderen Ortsteilen der Gemeinde Südharz und in angrenzenden Regionen auch solche Ignoranz annehmen? Ist nicht die Identität jeder Ortschaft zu bewahren?

Ihre Aufgabe wäre es, mit der Biosphärenreservatsverwaltung und Vertretern der Tourismusbranche im Südharz zusammenzuarbeiten, als Vermittler agieren, Netzwerke knüpfen, den Gedanken der Nachhaltigkeit pflegen, der zunehmend gefordert wird. Gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, um der Tourismuswirtschaft, neben der Holzindustrie, eine gleichwertige Chance zu geben. Gemeinsam mit allen Interessengruppen die Gemeinde in ihrer Entwicklung und zur Zufriedenheit aller Bürger voranbringen, das ist doch ihre oberste Aufgabe als Bürgermeister der Gemeinde Südharz. Sie sollten dem Tourismus, der nun mal von einer intakten Natur profitiert, keine Steine in die Wege rollen, Sie sollten die Steine bei Seite schaffen. Schließlich ist die einzigartige Karstlandschaft des Südharzes nicht um sonst als Vorbehaltsgebiet für Tourismus und Erholung ausgewiesen. Warum wird dieses Potential nicht genutzt, einfach ignoriert? Industrie, Natur und Tourismus können sehr wohl nebeneinander existieren ohne sich zu schädigen.

Natürlich soll im Grundzentrum Rottleberode der innovativen nachhaltig wirtschaftenden Holzverarbeitung beste Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden. Das entspricht auch dem Nachhaltigkeitsgedanken eines Biosphärenreservates. Selbstverständlich kann mit dem Tourismus nicht in kürzester Zeit 300 Arbeitsplätze geschaffen werden, die eventuell durch den Bau einer riesigen Produktionsanlage entstehen würden. Das leuchtet ein. Aber auf langfristiger Basis, kann auch mit der touristischen Vermarktung die Wertschöpfung ihrer Gemeinde Südharz und angrenzender Regionen aufgewertet werden. Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie auch eine hohe Verantwortung gegenüber der Bewahrung unseres natürlichen und kulturellen Erbes haben. Dies zu erhalten, sollte neben der vielseitigen Wirtschaft den Reichtum einer Gemeinde ausmachen. Die vielfältigen Angebote des Biosphärenreservates, besonders in der Umweltbildung werden doch jetzt schon genutzt. Auch mal die Natur ihrer Selbstwillen schätzen, ohne immer einen wirtschaftlichen Nutzen daraus ziehen müssen. Wann waren sie das letzte Mal im „Alten Stolberg“ wandern. Tut das nicht jedem Menschen gut, mal ins Grüne abzutauchen um abzuschalten? Warum nicht auch im Südharz? Es ist schade, dass besonders die Einwohner von Rottleberode eine ablehnende Haltung gegenüber dem Biosphärenreservat einnehmen. Das muss doch einen Grund haben? Wir glauben, sie sind sich der Bedeutung einer UNESCO Anerkennung nicht bewusst und wurden jahrelang davon abgehalten, sich eine vielseitige Meinung zu diesem Thema zu bilden. Die Verbreitung von Unwahrheiten über das Biosphärenreservat und Panik machen unter den Vertreter des Gemeinderates, sehen Sie das, als repräsentatives Oberhaupt der Gemeinde Südharz, als Ihre wichtigste Aufgabe an?

Mit freundlichen Grüßen 

Familie Axel Dirnberger und Silvana Dirnberger

08.03.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

Schröder: Land kann Beschluss zum Unesco-Antrag nicht aushebeln

08.03.2013 17:35 Uhr | Aktualisiert 08.03.2013 22:23 Uhr

Karstlandschaft

Karstlandschaft (BILD: ANDREAS STEDTLER)
.
CDU-Landtagsfraktionschef André Schröder aus Sangerhausen ist der Meinung, dass das Land den ablehnenden Beschluss des Südharz-Gemeinderates zum Unesco-Antrag fürs Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nicht übergehen kann.
.

SÜDHARZ/MZ/HKO. Das Land Sachsen-Anhalt wird den ablehnenden Beschluss des Südharz-Gemeinderates zum Unesco-Antrag fürs Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nicht übergehen. Das hat CDU-Landtagsfraktionschef André Schröder aus Sangerhausen gesagt. „Was der Gemeinderat entschieden hat, muss vom Land zur Kenntnis genommen werden.“ Das Land müsse die Entscheidung hinnehmen, solange der Gemeinderat oder die Bürger nichts anderes beschließen.

Das Hauptaugenmerk der Reservats-Befürworter könne nur darauf liegen, dass entweder der Gemeinderat seine Meinung ändert oder ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht wird. „Ein solches Instrument lässt die Gemeindeordnung ausdrücklich zu“, darauf habe er, Schröder, auch am Montag in der Sitzung des CDU-Kreisvorstandes hingewiesen. „Das vom Land gesetzte Kommunalrecht sieht für wichtige Fragen der Gemeindeentwicklung ein solches Instrument ausdrücklich vor, so dass ein solcher Weg offen steht.“ Die Roßlaer CDU-Bundestagskandidatin Uda Heller habe bereits erklärt, so Schröder, dass sie ein Bürgerbegehren unterstützen würde.

„Verwundert“ zeigte sich Schröder über Äußerungen von Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig (CDU), wonach es am Land oder Umweltministerium liege, noch eine belastbare Vereinbarung vorzulegen. Rettig habe genau gewusst, warum das Land den von ihm gewünschten Vereinbarungstext nicht unterschreiben konnte. Dass Rettig den Ball zurückspiele, wies Schröder zurück: „Das ist nicht richtig.“

Quelle: www.mz-web.de

Die Totengräber der Gemeinde Südharz!?

Mit ihrer Entscheidung gegen die UNESCO-Aufnahme des Biosphärenreservates zu stimmen, haben der Herr Rettig und seine Neinsager der Gemeinde Südharz und der ganzen Region einen Bärendienst erwiesen. Ich habe bei einigen Neinsagern telefonisch nach ihren Gründen für ihre Entscheidung gefragt:

„Man dürfte da die Felder nicht düngen, man kann in seinem Wald kein Holz schlagen, man darf auf Waldwegen kein Fahrrad mehr fahren, das Biosphärenreservat will die Heimkehle (eine der zwei größten deutschen Gips-Karsthöhlen) für den Besucherverkehr, wegen der Fledermäuse, schließen und an allen ist nur die Landesregierung schuld, die wäre sowieso Sch….. !“

Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man darüber nur lachen. Ich frage mich, wo diese Gemeinderäte sich informiert haben? Man verlangt von der Landesregierung Zusagen, was in ein paar Jahren ist. Kann Herr Rettig zusagen, dass es in ein paar Jahren noch alle Betriebe in Rottleberode gibt? Mit dieser Entscheidung haben diese Herren der Gemeinde Südharz schon einmal das Grab ausgehoben.

 Ronald Kopf