16.08.2014 – Neue Nordhäuser Zeitung

UNTERSTÜTZUNG DURCH BUND

Sonnabend, 16. August 2014, 15:27 Uhr
Der BUND Thüringen begrüßt die klare Zusage von Heike Taubert, sich weiter für das Biosphärenreservat Südharz einzusetzen. Der Schutz der einzigartigen Gipskarstlandschaft muss schnellstmöglich begonnen werden…

Taubert lässt sich durch Elke Blanke informieren (Foto: A. Gruner)

„Der Besuch der SPD-Spitzenkandidatin in der Gipskarstregion ist ein positives Signal für den Südharz. Wir begrüßen die Zusage, nach der Landtagswahl die Initiative für ein UNESCO-Biosphärenreservat erneut einzubringen. Diesmal darf es aber keine Verzögerungen geben“, so Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen.

„Die vom Raubbau bedrohte Natur braucht endlich Schutz und eine nachhaltige Entwicklungsperspektive auch in der Regionalvermarktung und im Tourismus Dazu muss ein moderierter Prozesses mit den Bürgerinnen und Bürgern begonnen werden. Mit jeden Tag verschwindet unwiederbringlich ein Stück der Landschaft.“

Der BUND Thüringen hatte Landesumweltminister Jürgen Reinholz mehrfach auf die Umsetzung des Koalitionsziels zum Gipskarst gedrängt. Statt Regierungsbeschlüssen habe es aber nur Verzögerungstaktiken und bewusste Fehlinformationen gegeben.

Ron Hoffmann fordert deshalb klare Zusagen der nächsten Landesregierung. „Nur wenn die wirtschaftlichen und touristischen Belange mit den Schutzzielen in Einklang kommen, hat der Südharz eine Zukunft. Die Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sie in die Entscheidung mit eingebunden werden und dass die Landesregierung ihre Versprechen einhält“, so Hofmann.

Hintergrund: Gemeinsam mit Bürgerinitiativen und den Betroffenen im Südharz setzt sich der BUND Thüringen seit der Wende für ein Endes des Gipsabbaus ein. Statt die weltweit einmalige Landschaft abzubaggern, könne ein drei Bundesländer umfassendes Biosphärenreservat Südharz langfristige Entwicklungschancen für die Region sichern.

Die Beispiele Rhön und Vessertal belegen, wie das internationale Gütesiegel „Biosphärenreservat“ die nachhaltige Entwicklung ganzer Regionen beschleunigt. Das abgestufte Zonierungskonzept ermögliche es, wertvolle Lebensräume naturschutzrechtlich zu sichern und nachhaltige Wirtschafts- und Nutzungsformen zu etablieren.

Zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten bietet der Gipskarst Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten. Die vom Aussterben bedrohte Mopsfledermaus hat hier das bedeutendstes Überwinterungsquartier Deutschlands. Auch Wildkatze, Feuersalamander und zahlreiche Orchideenarten sind noch zu finden.

Quelle: nnz-online.de

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