26.05.2014 – Mitteldeutsche Zeitung

Einheitsgemeinde Südharz – Der Jüngste ist Baujahr ’86

Von Helga Koch, 26.05.2014 21:28 Uhr 
Zehn Parteien und Vereinigungen ziehen in den neuen Gemeinderat Südharz ein. Mit rund 18 Prozent der Stimmen und vier Sitzen erweist sich die CDU als stärkste politische Kraft in der Gemeinde. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,7 Prozent.

SÜDHARZ/MZ. Südharz ist rekordverdächtig, zumindest mit der Wahlbeteiligung von 51,7 Prozent bei der Gemeinderatswahl. Landesweite Vergleichsdaten werden allerdings erst am Mittwoch erwartet. Mit rund 18 Prozent der Stimmen und vier Sitzen erweist sich die CDU als stärkste politische Kraft in der Gemeinde, in der erstmals seit der Gebietsreform und der Zwangszuordnung von Stolberg und Wickerode ein gemeinsamer, 20-köpfiger Gemeinderat gewählt worden ist. 2009 traten die Christdemokraten nicht mal mit einer eigenen Liste an und schickten ihre Vertreter statt dessen über die Bürgervertretung Südharz ins Rennen.

Präsent sind diesmal außerdem die Linken und die FDP mit je zwei Sitzen sowie die SPD mit einem. Die Grünen haben den Sprung in den Gemeinderat nicht geschafft, auch Einzelbewerber Steffen Schneider ging leer aus. Dicht auf den Fersen folgt der CDU als zweitstärkste Kraft das Bündnis für den Südharz, das sich erst vor wenigen Wochen gegründet hat und sich unter anderem für die Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz durch die Unesco einsetzen will; das Bündnis ist künftig mit drei Vertretern im Gemeinderat vertreten. Darunter Marcus Fritze, Jahrgang 1986, als Jüngster.

Den Einzug in das Gremium hat die Bürgervertretung Südharz erneut geschafft, und zwar mit bekannten Gesichtern: nämlich mit Frank Schrader und Thomas Reißner, Jahrgang 1940, als Ältestem. Ebenso gehören Jens Wernecke, René Volknandt oder Bernd Jödecke zu den „alten Hasen“ im Gemeinderat: Wernecke auf der Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bennungen, Volknandt und Jödecke für die Alternative Liste Südharz. Hinzu kommen die Freie Wählergemeinschaft Schwenda mit einem Ratsmitglied sowie die Uftrunger Liste – Zukunft Südharz, die zwei Vertreter stellen wird.

Der neue Gemeinderat setzt sich je zur Hälfte aus wiedergewählten und aus neuen Mitgliedern zusammen. Man darf also gespannt sein, welche Fraktionen sich bilden, wie die Ausschüsse besetzt werden, ob und wie „die Neuen“ für frischen Wind sorgen und wie es über die Grenzen der Parteien und Wählervereinigungen hinaus gelingt wird, Allianzen zu schmieden.

Außer dem neuen Gemeinderat gibt es 15 neue Ortschaftsräte in der Gemeinde, teils auch neue Ortsbürgermeister, die aus der Mitte des Ortschaftsrates noch zu wählen sind. Ortsbürgermeister, deren Amtszeit noch läuft, gehören automatisch dem neuen Ortschaftsrat an. Der neue Gemeinderat trifft sich wohl erstmals im Juni, die für Dienstag geplante Sitzung des „alten“ Rates findet dagegen nicht statt.

Quelle: www.mz-web.de

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