16.04.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

VERWALTUNG SOLL BLEIBEN

16.04.2013 19:35 Uhr

Ralf Bergmann

Ralf Bergmann, SPD-Landtagsabgeordneter: „Das kann Spaß machen.“  (BILD: MZ/ARCHIV)
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VON HELGA KOCH
Die Mitglieder der Landtagsfraktion bestärken die Befürworter des Antrags die Karstlandschaft von der Unesco anerkennen zu lassen. Ein Bürgerbegehren scheint vorerst nicht möglich zu sein.
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ROSSLA/MZ. Die SPD-Landtagsfraktion lässt nicht locker – und setzt sich weiter für die Umsetzung des Koalitionsvertrages mit der CDU und speziell für den Antrag auf Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz durch die Unesco ein. Dazu will sie sowohl das Umweltministerium in die Pflicht nehmen als auch das bürgerschaftliche Engagement in der Region stärken. Das hat jetzt Ralf Bergmann, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, in einer Gesprächsrunde in Roßla zugesichert. Er kündigte außerdem an, den Fortbestand und die weitere Arbeit der Reservatsverwaltung zu unterstützen: „Wir machen unsere Zustimmung zum Haushalt 2014 davon abhängig, dass wir die Stellen der Verwaltung wiederfinden.“
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Vorab hatte es ein Treffen mehrerer SPD-Landtagsabgeordneter mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Ralf Rettig (CDU), gegeben. Wie die Riethnordhäuser Landtagsabgeordnete Nadine Hampel sagte, habe man sich „sehr sachlich und sehr offen“ unterhalten. Bergmann äußerte Verständnis für Rettigs Position, sich hinter die Wirtschaft zu stellen. Jedoch gehe es heutzutage keineswegs mehr darum, „mit altbackenem Naturschutz die Ansiedlung von Wirtschaft zu verhindern. Die Zeiten, wo Naturschutz und Wirtschaft Gegensätze sind, sind vorbei.“ Vielmehr müssten Wirtschaft und Naturschutz zusammengebracht werden: „Das kann Spaß machen.“ Als Partner, solche Wege zu ebnen, komme das Biosphärenreservat in Betracht. Christiane Funkel, stellvertretende Leiterin der Roßlaer Reservatsverwaltung, unterstrich: Sämtliche Ansiedlungen, die Bürgermeister Rettig geplant habe, seien trotz des im Aufbau befindlichen Reservats gekommen.
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Rita Mittendorf vom SPD-Arbeitskreis Landwirtschaft und Umwelt regte an, dem Wirtschaftsfaktor Tourismus mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn mit dem Unesco-Titel könne man die Region ganz anders „promoten“. Jetzt aber müsse man erst mal rauskommen aus der verfahrenen Situation.
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Das erwogene Bürgerbegehren komme dafür vorerst nicht in Frage, teilte Hampel mit. Denn solange die Klage der Gemeinde Südharz gegen die 2009 vom Land erfolgte Ausweisung des Reservats per Allgemeinverfügung nicht vom Tisch ist, gehe das juristisch nicht.
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Quelle: www.mz-web.de

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