Appell                                                                                          

Sehr geehrter Bürgermeister  Herr Rettig,

sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates der Gemeinde  „Südharz“, 

mit Bestürzung mussten wir, die  Landschaftsführer/innen des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz (Unterzeichnende), die Nachricht von der Versagung Ihrer Zustimmung zur Antragstellung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz bei der UNESCO wahr nehmen.

Damit bleibt der Karstlandschaft Südharz im Land Sachsen-Anhalt ein wichtiges Anerkennungskriterium und Qualitätssiegel versagt. 

In unserer Funktion als Landschaftsführer des Biosphärenreservates haben wir unser ehrenamtliches Engagement mit Leib und Seele dem Gedanken der nachhaltigen Umweltbildung gewidmet, wirken Identitätsfördern und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des sanften Tourismus im Südharz. Denn nur was der Mensch kennt, das lernt er auch schätzen. Die zahlenmäßig sehr gut besuchten, von der Biosphärenreservatsverwaltung und dem Karstwanderverein angebotenen  Wanderungen sind ein Indiz dafür, dass das Interesse an dieser einmaligen Landschaft wächst und dass sich die Bevölkerung zunehmend mit ihr identifiziert. 

Voraussetzung für die von uns angebotene Leistung war die Aneignung eines fachlich fundierten Wissens über diese einmalige Gipskarstlandschaft Südharz, die wir unsere Heimat nennen. Ein Wort, sehr geehrter Herr Rettig, das während all der Veranstaltungen, in denen wir zugegen waren und Sie auftraten, Ihrerseits  nicht ein einziges Mal Erwähnung fand.

Heimat – das ist für uns mehr als die flächenhafte Mehrung von Industrie- und Gewerbeflächen, Heimat ist die Verbundenheit mit den Menschen, der Natur, das ist Leben und Arbeiten in einer Umgebung, die uns am Herzen liegt, die wir bewahren und so entwickeln möchten, dass auch nachfolgende Generationen mit dem „Rohstoff Natur“ nachhaltig wirtschaften können.

In einem Biosphärenreservat kann der Mensch unter Beweis stellen, dass er es versteht zu wirtschaften, ohne seinen Lebensraum zu zerstören. Wir denken, das ist eine Aufgabe, der wir uns stellen sollten. Wir – das ist auch die Gemeinde Südharz. Die Grundlagen dafür sind gelegt, es wäre nunmehr an der Zeit, sie in diesem Sinne qualitativ zu stärken, an ihrer Vervollkommnung zu arbeiten und einen gemeinsamen Nutzen daraus zu ziehen. 

Die Unterzeichner dieses Schreibens fordern Sie hiermit auf, sich eingehend mit der Relevanz Ihres Handelns auseinander zu setzen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. 

Wir, die Landschaftsführer des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz, werden unsere ganze Kraft auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Landschaft, die unsere Heimat ist, über die Grenzen des Südharzes hinaus weiter bekannt gemacht wird. Wir werden der Bevölkerung und den Gästen auf unseren Wanderungen erzählen, welche Chancen die Anerkennung des Biosphärenreservates durch die UNESCO beinhaltet. Sie sind herzlich eingeladen, an unseren Führungen teilzunehmen und sich somit umfassend zu informieren und zu qualifizieren. 

Von der Landesregierung erwarten wir, dass sie durch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen die Biosphärenreservatsverwaltung weiterhin personell und finanziell unterstützt.

Es gilt nun, weitere Multiplikatoren zu gewinnen und die Menschen in der Region mitzunehmen auf dem Schritt in die richtige Richtung, die da heißt;

„Nachhaltige Bewirtschaftung und Wahrung des Naturerbes“. 

Bluschke, Monika

Blanke, Elke

Bolle-Katthöver, Katharina

Dapper, Alexandra

Dr. Bachmann, Urte

Helbing, Doris

Hesse, Belinda

Laube, Annegret

Linde, Elmar

Linke, Rita

Pfeiffer, Jutta

Stadel, Christine

Siebenhüner, Thea

Wedemeyer, Annette

Zeitschel, Lutz

Ziehme, Thomas 

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Südharz, den 20.03.2013

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