06.02.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

Tourismus

Sachsen-Anhalt knackt Touristen-Rekord

06.02.2013 14:34 Uhr | Aktualisiert 06.02.2013 22:42 Uhr
Der Tourismus in Sachsen-Anhalt erreicht Rekord-Niveau. Die Burg Querfurt ist ein beliebtes Reiseziel. (FOTO: ARCHIV) 
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VON RALF BÖHME
Sachsen-Anhalt hat seinen internationalen Ruf aufpoliert. Noch nie haben so viele Ausländer das Land besucht. Allein 2011 kamen mehr als 500 000 ausländische Touristen und Geschäftsleute ins Land.
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HALLE (SAALE)/MZ. Das bedeutet nach Angaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium einen Zuwachs von 17 Prozent. Damit stieg die Zahl der Übernachtungen von Ausländern so stark wie in keinem anderen Bundesland.

Rechnet man die deutschen Gäste hinzu, kommt Sachsen-Anhalt gleich zu einem weiteren Rekord. Insgesamt wurden erstmals mehr als sieben Millionen Übernachtungen gezählt. Damit wuchs das Geschäft laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent. Wie aus der Statistik außerdem hervorgeht, verweilte jeder Gast im Durchschnitt zweieinhalb Tage in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) sagte mit Blick auf den Zuspruch aus dem Ausland: „Sachsen-Anhalt hat einen Namen als guter Gastgeber.“ Dass sämtliche Regionen von dem gewachsenen Interesse profitierten, nannte die Ministerin „besonders erfreulich“. Aus ihrer Sicht habe „800 Jahre Anhalt“ in punkto Kulturtourismus eine bisher einmalige Anziehungskraft entfalten können. Spannende Themen und guter Service – das sei auch das Erfolgsrezept für andere Ereignisse, ob das Reformations-Jubiläum oder wissenschaftliche Kongresse.

Besonders viele Gästeübernachtungen zählte der HARZ. Allein bis November waren es 2,7 Millionen bei einem Zuwachs um 5,2 Prozent. Das stärkste Plus unter den großen Städten verbuchte Halle. Nach Auskunft des Stadtmarketings stieg die Zahl der Übernachtungen um 8,4 Prozent. Mit einem Zugewinn von 31,5 Prozent bei den ausländischen Gästen bestätigte die Händelstadt ihre internationale Ausstrahlung, vor allem nach China und in die USA. Stefan Voß, Chef des Stadtmarketings: „Wir beginnen, jetzt die Ernte einzufahren.“ Es zahle sich aus, dass Leuchttürme der Stadt wie Franckesche Stiftungen und Moritzburg international gemeinsam um Gäste werben.

Im Vergleich der Regionen erreichte Anhalt-Wittenberg das größte Plus. Die Heimstatt von Reformation und Bauhaus zählte fast eine Million Übernachtungen. Das entspricht einem Anstieg um 7,2 Prozent. Nach den Worten von Elke Witt, Chefin des Tourismusverbandes Anhalt-Dessau-Wittenberg, sind die Einbrüche der Krisenjahre mehr als wett gemacht. Vor allem viele Amerikaner, die in Gruppen reisten, starteten auf Entdeckungstour zwischen Elbe und Mulde.

In Sachsen-Anhalt gibt es 1 000 Hotels und Herbergen mit 60 000 Betten. Die Auslastung stieg von 25 Prozent 2003 auf jetzt fast 29 Prozent.

Quelle: www.mz-web.de

                                                                                                                                

Kommentar

Die Zahl der Übernachtungen ausländischer wie inländischer Gäste steigt beständig, und das in Zahlen, die sich sehen lassen können. Besondere Zuwächse konnten dabei in Halle und im Harz festgestellt werden. Auffällig in Halle, hier zahlt sich ein sorgfältig überlegtes Marketingkonzept nun mehr als deutlich aus. Warum sollte das nicht auch in einer vom Naturraum her so einzigartigen Landschaft wie im Südharz möglich sein? Spinnt man den Faden nun weiter, könnte man sicher ähnliches sagen. Bereits jetzt können viele Hotels in der Region steigende Übernachtungen verbuchen und nicht nur zufällig existiert seit 2009 ja auch das Biosphärenreservat, u. a. ein wichtiger Motor zur Tourismusförderung. Wie würde erst der Bekanntheitsgrad auch international steigen, wenn man sich demnächst noch das Gütesiegel der UNESCO an das Revers heften könnte?

Von Biores2013

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