07.01.2013 – Mitteldeutsche Zeitung

Mansfeld-Südharz

Reservat in der Schwebe

VON HELGA KOCH UND KARL-HEINZ KLARNER, 07.01.13, 19:11h, aktualisiert 07.01.13, 20:45h

SANGERHAUSEN/MZ. Im jahrelangen Tauziehen um die in Details umstrittene Anerkennung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz als Weltnaturerbe ist offenbar eine Einigung in Sicht. Demnach haben sich am Montag in Magdeburg Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig, Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (alle CDU) auf Eckpunkte einer Vereinbarung geeinigt, die eine wirtschaftliche Entwicklung im Reservat sichern soll. Das geht aus einer vom Landesumweltministerium verbreiteten Presseerklärung hervor.

Offen blieben jedoch Detailfragen, die in den nächsten Tagen geklärt werden sollen, hieß es. Bürgermeister Ralf Rettig sagte, die Vereinbarung biete eine nachhaltige Grundlage für die Entwicklung von Wirtschaft und Naturschutz, so dass der Gemeinderat in seiner Sitzung Ende Januar über die Vereinbarung und einen Antrag auf Unesco-Anerkennung des Biosphärenreservates abstimmen könne, heißt es in der Mitteilung des Umweltministeriums. Auch der Sangerhäuser Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende André Schröder zeigte sich optimistisch. „Ich glaube, dass wir einen großen Schritt weitergekommen sind“, sagte er. Die SPD-Landtagsabgeordnete und tourismuspolitische Sprecherin der SPD Nadine Hampel sieht das auch so. „Nach einem zähen Ringen auf beiden Seiten fahre ich mit einem guten Gefühl nach Hause“, sagte sie. Zu den weiteren Verhandlungen und möglichen Knackpunkten wollte sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keiner weiter äußern. Dazu sei Stillschweigen vereinbart worden.

Wie berichtet, war der Antrag an die Unesco, das Reservat als Weltnaturerbe anzuerkennen, bisher an der fehlenden Zustimmung der Gemeinde Südharz gescheitert. Hintergrund für die Ablehnung sind Befürchtungen, dass mit der Unesco-Anerkennung des Biosphärenreservats aufgrund der naturschutzrechtlichen Belange die Entwicklung der Industrieflächen beziehungsweise deren Erweiterung mittels Auflagen behindert würden.

Quelle: www.mz-web.de

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